Auftritt eines rowdys

Auftritt eines rowdys

Entry of a rowdy

On the edge of the day, a person goes home from a night excursion, a rowdy, as impetuous as the first sunlight, attacks him. The robbery does not end for the time being. In variations, the film illuminates who this hooligan is and who his victim. Does it finally get light?

 

The film “Entry of a rowdy” is an audiovisual hybrid between literature and film. HC Artmann’s short story of the same name is reproduced almost word for word in the film, but the images follow the alogical structure of so many of Artmann’s works. So there is always an association with the text, but anticipation, apparent flashbacks and the divergence of sound and image are means with which the film creates an art-like world. A man goes home drunk and is attacked by a hooligan. Under the threat of violence, he is forced to wear a hat that would be a degradation of his being. The sun climbs the horizon and the raid does not end for the time being. “How would you react in such a case?” The narrator later asks the hooligan, perhaps in order to continue to report how the hooligan attacks his victim again and again. Is it the narrator who drives the hooligan to do his shameful deeds, so is she the real hooligan and he the victim? Artmann’s short story as well as the film are allegories, the multiple meanings of which both make enigmatic material. Should the rowdy finally represent the day and the victim the night or does the story want to tell about the divided nature of man? The disorderliness of the film is one of its strengths, because it cannot simply be pushed into a pre-made drawer. The “entry of a rowdy” is a narrative experimental film, an alogical narrative and an associative film adaptation that aims to convey a poetic moment.

Ein Mensch geht am Rande zum Tag von einem nächtlichen Ausflug heim, ein Rowdy, so ungestüm wie das erste Sonnenlicht, überfällt ihn. Der Überfall endet vorerst nicht. In Variationen leuchtet der Film aus, wer dieser Rowdy ist und wer dessen Opfer. Wird es schlussendlich doch noch hell?

Der Film „Auftritt eines rowdys“ ist ein audiovisueller Hybrid zwischen Literatur und Film. HC Artmanns gleichnamige Kurzgeschichte wird beinahe wortgetreu im Film wiedergegeben, die Bilder verfolgen jedoch jenen alogischen Aufbau so vieler Werke Artmanns. So gibt es zwar stets eine Assoziation zum Text, aber Vorgriffe, scheinbare Rückblenden und das Auseinanderlaufen von Ton und Bild sind Mittel mit denen der Film eine artmanneske Welt erschafft. Ein Mann geht trunken nach Hause und wird von einem Rowdy überfallen. Unter Gewalt- androhung wird er gezwungen einen Hut zu tragen, den zu tragen ihm eine Herabsetzung seines Seins wäre. Die Sonne erklimmt den Horizont und der Überfall endet vorerst nicht. „Wie würden Sie in solch einem Falle reagieren?“ fragt die Erzählerin später den Rowdy, vielleicht um weiter zu berichten, wie der Rowdy wieder und wieder sein Opfer überfällt. Ist es die Erzählerin, die den Rowdy zu seinen Schandtaten antreibt, ist also Sie der eigentliche Rowdy und er ihr Opfer? Artmanns Kurzgeschichte so wie auch der Film sind Allegorien, deren mehrfache Bedeutungen beide zu enigmatischem Material machen. Soll der Rowdy schließlich den Tag und das Opfer die Nacht darstellen oder will die Geschichte von der gespaltenen Natur des Menschen berichten? Die Uneinordenbarkeit des Films ist eine seiner Stärken, denn er kann nicht ohne weiteres in eine vorgefertigte Schublade gedrängt werden. Der „Auftritt eines rowdys“ ist ein narrativer Experimentalfilm, eine alogische Narrative und eine assoziative Literaturverfilmung, die einen poetischen Moment vermitteln will.